Was die 48-Bit-Unterstützung bei neuen Mainboards angeht, bin ich auch sehr skeptisch. Platten von 160-400 GB dürften zwar laufen, irgendwo wird wohl wieder ein künstliche Grenze lauern. Ist zwar nur eine Vermutung von mir, allerdings läuft meine 160er jetzt am MoBo wohl mit einer anderen Adressierung als am DC100. Da ist am Ende jetzt ein 7,8 MB großer unpartitionierter (separater) Bereich, der sich nicht beeinflussen läßt. Bootusc meckert auch und weigert sich ein Backup von MBR und Bootsektoren auf die Platte zu schreiben.
Kapazitätsverluste bei anderer Adressierung (CHS, LBA, 16 => 255 Köpfe) kenne ich ja im Ansatz, aber die Platte läuft jetzt garantiert anders. DI braucht jezt auch lange zum starten, sucht lange auf der Platte rum.
Platte stand auf "AUTO" und beim manuellen Eintragen ist praktisch auch gleich alles weg.
Wenn ich DOS sage, dann meine ich damit natürlich das Subsystem von W98 (SE, ME) ab Version 7.10 oder so (also praktisch Inhalt der Startdiskette). DOS bis einschl. 6.22 unterstützt sowieso keine BIOS-Extensions und hat auf einer Platte > 8 GB nichts verloren!
Im Handbuch vom DC100 steht: Das BIOS (vom DC100) ist der Treiber für DOS (deshalb gibt es keine für DOS). Das Teil hat 48-Bit-LBA und dann wohl auch unter DOS. Ich hatte die 160er an dem Teil auch oft mit DI5 und PM7+8 unter DOS bearbeitet (eingeschränkt geht das auch auf großen Platten, auch am Ende).
Die letzte Partition (>128 GB) hatte ich glaube ich auch mal unter Linux angetestet. Partitonieren am Ende hat auch immer geklappt. Probleme sind mir da eigentlich nie aufgefallen. Da hinten war mal eine Video-Part. für Linux, die davor gehen auch über 128 GB hinaus und es gab noch nie Probs.
Habe jetzt noch mal am MoBo getestet: Boot-CD rein, letzte Partition als FAT32 gemacht, Files draufkopiert - geht. W98 gestartet => die Partition "geht nicht". W98 zurück auf die DOS-Ebene: die kopierten Files sind noch da, sind ok und ließen sich wieder zurück kopieren. ???
Hier scheint DOS klar im Vorteil zu sein, es laufen 160 GB, Knoppix lief auch so.
Probleme gab es aber immer mit Norton Rescue (NAV2001), beim Wiederherstellen des MBR hat der immer wieder meine letzte Partiton gekillt. Eventuell liegt das Problem hier eher an W98. XP, Linux und DOS scheinen da weniger Probleme zu haben.
Und da sollte etwas klar sein:
Auch mit 48-Bit-LBA ist die 128 GB-Grenze noch lange nicht weg. Viele Programme (Bootmanager, Partitionierungs-Tools, ...) können nur 128 GB, was drüber ist wird meist ignoriert ( Auch zeigen viele dieser Programme manchmal ungewöhnliches Verhalten an dieser Stelle.
Nach wie vor glaube ich, daß ein IDE-(RAID)-Controller mit 48-Bit-LBA die sauberste Variante ist, Platten >128 GB anzusprechen.